Weltreise ins Exil
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Entlassungsschein am 5.12.1938 mit Aufforderung auf der Rückseite: "Sie haben sich sofort bei der Staatspolizeistelle Kassel zu melden." Manfreds Flucht begann jedoch beim Einsteigen ins Taxi. 
Meine Mutter hatte alles arrangiert. Und zwar hatte sie erfahren, dass die Möglichkeit bestand, nach Shanghai zu kommen. Sie hatte also eine Schiffskarte gekauft, musste allerdings erster Klasse nehmen, denn Touristenklasse war aus-verkauft. Außerdem musste sie auch die Rückfahrt zahlen. Der Norddeutsche Loyd war schlau und hatte hierauf bestanden, falls man am Ziel nicht landen konnte.
Wir fuhren also im Taxi direkt nach Fulda.
  
Mutter Braunschweiger hatte Haus- und Grundbesitz verkauft, um ihre inhaftierten Söhne zu retten. Sie beschaffte alle benötigten Papiere und Schiffskarten für eine Flucht nach China. Selbst besaß sie zuletzt nichts mehr und wurde von der jüdischen Wohlfahrt unterstützt.