Weltreise ins Exil
Bis zum Ausbruch des Krieges konnte man noch aus Deutschland rauskom-men, sogar aus dem KZ, wenn man irgendwie beweisen konnte, dass man die Möglichkeit hatte auszuwandern. Dass dieses Wunder kurz bevorstand, ahnte ich in meinen kühnsten Träumen nicht. Eines Tages Anfang Dezember wurde über den Lautsprecher mein Name aufgerufen im KZ Buchenwald. Das war mitunter sehr beängstigend, denn das konnte oftmals etwas ganz Schlimmes bedeuten. In meinem Fall musste ich mich zum Haupttor melden. Es waren zwei SS-Leute dort, und da hörte ich, wie der eine zum anderen sagte: "Der fährt noch heute nach China, der wird hier abgeholt." Ich habe nie im Leben jemals daran gedacht, nach China auszuwandern, das war mir etwas vollkommen Neues. So genau kann ich 
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Mutter Regina Braunschweiger
im April 1939
mich nicht mehr erinnern, aber ich muss-te irgend etwas unterschreiben. Auch weiß ich nicht mehr ganz genau, ob ich zum Zweck der Entlassung oder schon einige Tage vorher nochmals geschoren wurde. Jedenfalls war ich bei meiner Entlassung kahl geschoren. Schließlich wurde ich von zwei SS-Männern außer-halb zu einem Schlagbaum geführt. Auf einmal sah ich ein paar Meter hinter dem Schlagbaum einen Mietwagen - und da saß meine Mutter drin!