Novemberpogrom 1938
Die Burghauner Synagoge im Spätsommer 1938 - Der Hobby-Fotograf Hartmann fotografierte sie von der Rückseite her, als sich wie jedes Jahr Störche auf dem Dach niedergelassen hatten, um auf ihrem Zug in den Süden dort zu rasten.
  
Nach einer Naziveranstaltung am Abend des neunten November 1938 versammelten sich am Burghauner Marktplatz etwa 50 bis 80 gewaltbe-reite Personen, die nur unter massivem Polizeieinsatz davon abgehalten werden konnten, die Häuser der Juden zu stürmen. In der Nacht und den frühen Morgenstunden verwüsteten Nazi-Banditen die jüdische Volksschule,

  
schmissen Bänke und Tische in die Synagoge und übergossen alles mit Benzin. Um 10.30 Uhr stand das erst 1910 geweihte Gotteshaus in hellen Flammen und brannte vollständig aus.
In den Häusern der Juden waren im Verlauf der Nacht sämtliche Fenster-scheiben zertrümmert worden, die Männer holten Parteiangehörige am frühen Morgen aus ihren Wohnungen, um sie zu inhaftieren. - Im Zuge der "Kristallnacht" wurden auch die drei noch in Deutschland lebenden Brüder Braunschweiger an ihren jeweiligen Wohnorten in "Schutzhaft" genommen.
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