Die Reichstagswahl vom 14. September 1930
Von Jahresbeginn bis zu den Wahlen im September 1930 finden sich in den Akten 66 Berichte von nationalsozialistischen Versammlungen in den Gemeinden des Kreises Hersfeld. Die Reichstagswahl vom 14. September 1930 war die erste einer Reihe von Krisenwahlen. Ihr Ergebnis bedeutete für viele eine Überraschung. Schneller als im Reichsdurchschnitt (18,3%) vermochte sich die NSDAP bei der Wählerschaft des Kreises Hersfeld durchzusetzen. Die Hitler-Partei brachte es 1930 auf 28,0% aller Stimmen (Hessen-Nassau-Nord = 24,1%), wobei sich die Erfolge auf die Bauerngemeinden konzentrierten. In sechzehn agrarisch strukturierten Gemeinden erhielt die NSDAP über die Hälfte der gültigen Stimmen, davon in vier Kleinstgemeinden unter 250 Einwohner über 75%.
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Die Juden stets willkommene Aggressionsobjekte
in Krisenzeiten - hier als Repräsentanten der
"Young-Parteien"
       
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