Zum Dorfplan
© Hassia Judaica
Als ich in der 9. Jahrgangsstufe der J.H.S. 51 war, wurden wir gebeten, die High School für die folgenden drei Jahre auszuwählen. Leider konnten meine Eltern mir überhaupt keinen Rat in dieser Sache erteilen, sodass ich im Alter von 14 ganz auf mich gestellt war. Einige unserer Lehrer sagten uns, im Falle von ziemlich guten Noten sei es eine bessere Entscheidung, auf eine Schule mit theoretischen Fächern zu gehen als auf eine mit kaufmännischen oder berufsbildenden Fächern. Mit einem Abschluss in der ersteren könne man ein College besuchen, nicht aber mit den beiden anderen. Man sagte uns, wir könnten auch Aufnahmeprüfungen an den Schulen für Hochbegabte machen, wie etwa Townsend Harris High, Stuyvesant or Bronx High School of Science. Da diese letztgenannten Fahrgeld für täglich zwei Fahrten aus der Tasche meines Vaters erfordert hätten, schloss ich sie sofort aus. So geschah es, dass ich Morris High School nahe der 166. Straße und Third Avenue auswählte, in Fußwegentfernung gelegen. Ich besuchte Morris von 1939 bis 1942, und im Rückblick, es hätte eine viel schlechtere Entscheidung geben können. Es war eine typische Stadtteilschule, wo man etwas lernen konnte, wenn man es wollte und sich anstrengte. Geschichte und Englisch waren noch meine Lieblingsfächer, aber in den anderen Fächern schnitt ich auch ziemlich gut ab und ich wurde mit Schulpreisen ausgezeichnet.
  
Morris High School in der  Bronx war eine der ersten öffentlichen Schulen in New York. Die oben abgebildete Monographie zeigt die Bedeutung der Schule für das öffentliche Schulwesen New Yorks auf. Isfried Neuhaus besucht die Schule von 1939 bis 1942.