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© Hassia Judaica
Alheimerstraße 1

Familie Jeanette Neuhaus

Der Hausname war Husaren, Vater Neuhaus war nämlich als Soldat bei den Husaren gewesen.

Hier wohnte Jeanette Neuhaus, geb. Emmerich, sie war eine Lehrerstochter aus Rhina, 1894 hatte sie Joseph Neuhaus geheiratet, der bereits 1923 verstarb (siehe Grabstein in Übersetzung).

Mit im Haus waren die Söhne Isidor (geb. 1898) und Leopold (geb. 19009, der Paula Wallach heiratete, die Tochter von Jeanette Wallach, Braacher Straße 9. Auch noch nach den Ausschreitungen im  November 1938 fand Leopold Neuhaus Arbeit bei einem Baumbacher Bauern.

  
Eine damalige Nachbarin als Zeitzeugin:
Neuhaus war durch Viehhandel vermögend geworden. Es war eine im Dorf angesehene Familie . Meine Großmutter half am Sabbat im Haushalt, auch nach 1933 noch heimlich, als fast alle Dorfbewohner den Kontakt abgebrochen hatten. Als es zu brenzlig wurde, half sie zwar nicht mehr am Sabbat, brachte ihnen aber heimlich in der Dunkelheit Milch und andere Lebensmittel.
Als ihr Ehemann Ortsdiener wurde und so auch regelmäßig mit dem Bürgermeister zusammenkam, wurde ihm von diesem befohlen, seiner Frau den Kontakt zu diesem „Gesindel“ zu verbieten, da sonst etwas passieren würde. So war die Familie Neuhaus ganz auf sich gestellt.