Vom 1. September 1941 an dürfen die Juden ihren Wohnort nur noch in ganz dringenden Fällen verlassen. Dazu brauchen sie eine schriftliche Erlaubnis der Polizei. Außerdem sind sie gezwungen, ein besonderes Kennzeichen zu tragen - den JUDENSTERN.
Auch Marga und Manfred müssen diesen gelben Stern an ihrer Kleidung tragen. Jetzt gehen sie kaum noch hinaus auf die Straße. Einkaufen
dürfen sie die wenigen Dinge, die ihnen noch zustehen, nur ganz früh
am Morgen im Geschäft Zöll, bevor die nichtjüdischen Kunden kommen. Da Vater Abraham schon längst
keinen Viehhandel mehr betreiben
darf, fehlt das Geld für den täglichen Lebensunterhalt. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als Haus und Hof zu verkaufen. Die Familie kommt bei jüdischen Nachbarn unter.
Seit am 1. September 1939 deutsche Truppen Polen überfallen haben, herrscht Krieg und es gibt kaum noch eine Möglichkeit, aus Deutschland zu fliehen. Die Grenzen sind zu, und
nicht alle Länder sind bereit, die Flüchtlinge aufzunehmen. Außerdem braucht man für die Flucht ins rettende Ausland wohlhabende Bürgen und Geld. Beides aber können Vater
Strauß und auch Herta und Feiber,
die längst in Sicherheit sind, nicht aufbringen. So müssen Marga und Manfred mit ihren Eltern weiter in Burghaun aushalten.
  
Der Judenstern
Isolation und Stigmatisierung
zing