Noch steht die Synagoge unversehrt an ihrem Platz und die Störche
rasten wie üblich auf ihrem Dach. Doch etwas Furchtbares geschieht
etwa zwei Monate später: In der Nacht vom 9. auf den 10. November
1938 geht es hoch her in der Ringstraße. Die Polizei kann gerade noch
verhindern, dass hasserfüllte Dorfbewohner mit Gewalt in die Häuser
der Juden eindringen. Todesangst müssen Marga und Manfred
ausgestanden haben. Wildgewordene Nazis zerschlagen gegen Morgen
die ganze Einrichtung der Judenschule, schmeißen Tische und Bänke
in die benachbarte Synagoge und begießen alles mit Benzin.
Synagoge von
der Rückseite
her gesehen im
Spätsommer
1938