er hat ihn verfolgt auf Schritt und Tritt. Der Soldat versprach ihm, alles für ihn zu tun und schrieb an seine Frau nach New York, dass er ein jüdisches Kind gefunden hätte, sein Name sei Alfred Strauss aus Hünfeld. Diese Frau arbeitet in einer Fabrik, und sie erzählte diese Neuigkeit sofort ihrer Mitarbeiterin, welche zufällig die Schwester von Minna Tannenbaum aus Hünfeld ist, die Frau vom Norbertchen, und so erfuhren wir es sofort von Frau Tannenbaum. Wir haben noch keine Adresse vom lieben Alfred, da der Soldat den Namen des Ortes, welcher in amerikanischen Händen ist, nicht schreiben durfte.
Ich schrieb sofort einen Brief an den geliebten Alfred und versprach ihm alles zu tun, um ihn zu uns herüber zu bringen und dass wir mit Sehnsucht auf ihn warten. Diesen Brief schickte ich an dem  Soldat seine Frau und bat sie herzlich, ihn weiter zu besorgen. Sobald wir die Adresse vom lieben Alfred haben, können wir ihm die Bürgschaftspapiere schicken. 
Von Millychen und Gertrud hätte er im Moment, wo er den Soldat traf, nichts gewusst. Gebe der Allgütige, dass sie auch noch am Leben sind. Der Allgütige meint es doch gut mit uns, denn der Anfang ist doch gemacht, dass sich der liebe Junge gefunden hat. Am 23. Mai wird er schon 15 Jahre alt .....
              Eure Euch liebende und stets an Euch denkende Tony