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Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges gab es zahlreiche Hilfsaktionen zur Rettung jüdischer Kinder ins Ausland. Eine ganz besondere Rolle spielte dabei Großbritannien, das etwa 10000 Kinder aufnahm. Aber auch die Niederlande reagierten schnell auf das Novemberpogrom in Deutschland und erklärten sich trotz wirtschaftlich schwieriger Lage bereit, fast 2000 Kinder aufzunehmen. Die Kinder kamen in Heimen und Ausbildungscamps unter, teilweise aber auch in Familien. Holländerinnen - in der Regel Nichtjüdinnen - holten die Kinder in Köln ab, wo eine Sammelstelle eingerichtet war, und brachten sie nach Amsterdam oder Rotterdam. Die Kindertransporte aus Südwestdeutschland wurden in Frankfurt a. M. zusammengestellt. Die organisatorische Leitung lag in den Händen der jüdischen Wohlfahrtspflege Frankfurt a. M., deren Mitarbeiter die Kinder sehr wahrscheinlich bis Köln begleiteten. 
Es war alles andere als einfach, genügend Aufnahmeplätze im Ausland für die vielen angemeldeten Kinder zu finden, oft musste man die Eltern vertrösten und die Abreise verschieben. Auch hatten die Nazis viele restriktive Bestimmungen erlassen, die den Abschied zusätzlich beschwerten.
"Die Abschiedsszenen, die auf Anordnung der Nazis in der Regel nicht am Bahnsteig sondern nur an vorher bestimmten Orten stattfinden durften, um kein öffentliches Aufsehen zu erregen, waren furchtbar. Eltern und Kindern wurde plötzlich klar, dass sie sich trennen mussten, Niemand wusste, wie lange die Trennung dauern würde, bis sie sich wieder sahen - wenn überhaupt."
 
  
Kindertransport nach Holland