Der Gedenkstein auf dem
jüdischen Friedhof in Burghaun
Der Geldbetrag, den das "Komitee zur Wiederherstellung des israelitischen
Friedhofs in Burghaun" angespart hatte, sollte zunächst der Instandsetzung und
Aufrichtung von Grabsteinen auf dem jüdischen Friedhof in Burghaun dienen,
später auch der Finanzierung des geplanten Mahnmals.
Seit April 1965 war auch der damalige Landesrabbiner Dr. Lichtigfeld vom Lan-desverband der jüdischen Gemeinden in Hessen mit der Angelegenheit befasst.
Der erste Entwurf eines dreigliedrigen Granitsteins, in den die Namen der 154
Ermordeten des Kreises Hünfeld eingraviert werden
sollten, erwies sich aber leider als unbezahlbar. So teilte
Joseph Strauss im April 1965 dem Landesverband in
Frankfurt mit, dass die Mitglieder des Komitees sich für
eine einfachere Variante entschieden hätten und in Bezug
auf die Namen eine andere Lösung in Vorbereitung sei:
”Die Namen der 154 Opfer sollen in Form einer Perga-
mentrolle im Sockel des Gedenksteins eingelegt werden.”
Im Juni des Jahres 1965 erschienen in verschiedenen
Tageszeitungen der USA schockierende Bilder von einer
Schändung des jüdischen Friedhofs in Bamberg.
Ein Gedenkstein für die Ermordeten