Ankunft in Riga - Verschleppung nach Salaspils
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Da wurden schon viele  Familien auseinander gerissen.  Die Männer kamen dann in das inzwischen bekannt gewordene Vernichtungslager Salaspils.
In Salaspils starben die Menschen in Mengen durch Hunger,  Kälte und teils Erschießen und Erhängen. Um immer eine  bestimmte Zahl in Salaspils zu haben, sandte man dann aus dem Ghetto die bei den Appellen ausgesuchten Gruppen dorthin.
So kam auch Joseph nach 8-wöchentlichem Aufenthalt im Ghetto nach Salaspils. Von dort kam er nach 6  Monaten, als das Lager ziemlich aufgelöst wurde,  ganz abgemagert ins Ghetto zurück. Insgesamt waren in diesem Lager 1.500 Männer, teils Kinder von 16 Jahren. Von diesen kamen nur ca. 600 wieder ins  Ghetto zurück, aber zu Skeletten abgemagert, sodass von ihnen im Ghetto dann noch viele starben.  
Als wir nun im Ghetto eintrafen boten sich uns grauenhafte Bilder. In diesem Ghetto wohnten, bevor wir kamen, lettische jüdische Familien. Von den ewa 40.000 hat man vor unserer Ankunft bis auf ca. 4000 alle umgebracht. Wir sahen noch die Blutlachen. Die Tische waren zum Teil noch gedeckt. Man sah, dass die Menschen ganz plötzlich aus dem Leben herausgerissen worden waren. Die Wohnungen waren ganz durchstöbert, denn schließlich hatten die Herren ja auch Interesse daran, sich an den Wertsachen zu bereichern.
Ihr könnt Euch denken, mit welchem Entsetzen und Angstgefühlen wir dies alles in uns aufnahmen. Täglich rechneten wir auch mit einer solchen Aktion, denn jetzt erkannten wir, dass wir zu diesem Zwecke nach dem Osten geschafft wurden.