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Am 8. Dezember fuhren wir von  Hünfeld mit dem Zug nach Kassel,  schon an der Bahn wurden wir von der SS mit netten Worten und Fußtritten empfangen, sodass wir gleich den Vorgeschmack der Reise bekamen.  In Kassel kamen wir in ein Sammellager, denn unser Transport bestand aus Menschen aus dem Kreis Hünfeld, Eschwege, Marburg und aus Kassel selbst.  Wir waren ca. 1200 Personen. Die Ältesten waren über 70 Jahre und das jüngste Kind war 12 Wochen alt.  In Kassel blieben wir über Nacht, dort wurden wir schon ausgeplündert. Stahluhren und Eheringe ließ man uns noch,  aber nur kurze Zeit, denn später im  Ghetto  entledigte man uns auch dieser Sachen. 
Am nächsten Tag, also am 9.12.41 fuhren wir in Kassel los. Uns transportierte man noch in richtigen Eisenbahnwaggons, aber diese waren für die nachkommenden Transporte scheinbar zu schade. Man verlud die Menschen in Waggons wie das Vieh, sodass natürlich in vielen Transporten bei der Ankunft eine Menge Menschen tot und irrsinnig waren. 
Unsere Waggons waren trotz der wahnsinnigen Kälte nicht geheizt. Durst hatten wir, dass uns die Zunge am Gaumen  klebte.  Zu essen hatten wir nur die Brote, die wir noch von zu Hause bei uns hatten. Es gab Kranke in den Waggons, aber einen Arzt hatten wir nicht.  Die Schwestern und Sanitäter haben, so gut sie konnten und Mittel hatten, Hilfe geleistet. Als Sanitäter war dabei unser Vetter Max aus Niedenstein, und Sohn Horst war Transport-Ordnungsmann. Unsere Nichte ..... , Josephs Schwester Berta ihre Tochter, war als Schwester und Frieda .... war auch als Schwester ....(eingeteilt). 



  
Abtransport in den Osten