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In verschiedenen Gastfamilien
  
Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir den gelben Stern tragen mussten. Natürlich trug ich auf dem Schulweg diesen "Judenstern". Da hatte man sich als Kind schon irgendwie dran gewöhnt, das war wie ein Stück von unserer Kleidung! 
Später, wohl einige Monate nach mir, kam meine Schwester Emilie auch zu den Cohens nach Amsterdam, und sie hat dort mit uns zusammen gelebt. 
Eines Tages hat man von Seiten der deutschen Be-satzer nach "Freiwilligen" gefragt, nach Personen, die in Polen arbeiten sollten. Es herrschte ja große Arbeitslosigkeit, und da haben sich, glaube ich, die Tochter Keetje und ihr Mann Achem gemeldet, um dort hin zu gehen.  Der Mann von der Cohen Tochter war ein Musikant, er hat Cello gespielt im Amsterdamer "Concertgebouw Orchestra".  Ich kann mich noch gut erinnern, wie er da immer saß und geübt hat. Es war 1942 als sie nach Polen gingen, als “Fremdarbeiter”. Sie haben nicht überlebt, sind alle umgekommen. 
 
  
Wie im nationalsozialistischen Deutschland mussten die Juden seit September 1941 an ihrer Kleidung einen handtellergroßen gelben Stern befestigen - den "Judenstern". Auch Milly und Alfred mussten diesen Stern draußen tragen.