Noch im September 1941 gab es neue Hoffnung: Lilly hatte offenbar von einer neuen Fluchtmöglichkeit gehört, ein Entkommen nach Ecuador? 460 Dollar "Vorzeigegeld" - was auch immer das bedeutet haben mag!  Das geht aus einem Hilferuf an Lillys Bruder Hermann in USA hervor. Doch trotz aller Bemühungen, Briefe und Telegramme, es war zu spät. Was die Verzweifelten wohl nicht wussten: Die Nazis hatten am 23. August 1941 angeordnet, die Auswanderung von Juden, die sie ohnehin ständig blockierten, ganz zu verhindern. Am 25.10.41 folgte dann das Auswanderungsverbot. Man musste also an Ort und Stelle ausharren und konnte allenfalls noch auf ein Wunder hoffen.
 
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Lilly Strauss bittet ihren Bruder Hermann und dessen Frau Erna in San Franzisco/Californien inständig um Hilfe in Sachen "Ausreise nach Aiquator". Oft tauchten zu dieser späten Zeit Gerüchte über plötzlich sich bietende Fluchtziele auf. Man schöpfte neue Hoffnung, auch wenn es der hinterste Winkel der Welt war.
Von der "Kristallnacht" bis zur Deportation