Anfang Januar 1940 waren alle für die Auswanderung erforderlichen Papiere bei-sammen und Josephs "Antrag auf Mitnahme von Umzugsgut" ging bei der jüdischen
Gemeinde in Frankfurt ein - zwecks Beratung und Weiterleitung an die Devisenstelle.
Die Jüdische Gemeinde Frankfurt wurde von den Nazis zur Mitwirkung bei der
Auswanderung quasi gezwungen. Die deutschen Juden hofften aber auch, mit dieser
Kooperation Schlimmeres verhüten zu können. Ob die Großeltern Wertheim zu
diesem Zeitpunkt auch Ausreiseanträge eingereicht hatten, ist nicht bekannt. Jedenfalls
hofften sie alle im Hause Strauss fast bis zuletzt, aus Deutschland fliehen zu können.
Von der "Kristallnacht" bis zur Deportation