Nach der schmerzlichen Trennung hatten die Eltern wenigstens die tröstliche Gewissheit, dass ihre geliebten Kinder vorerst in Sicherheit waren. Jetzt ging alles darum, den gemeinsamen "Umzug" in die USA vorzubereiten. Zahlreiche bürokratische Forderungen waren zu erfüllen, was viel Zeit in Anspruch nahm.
Nachdem am 1. September 1939 Hitler-Deutschland den zweiten Weltkrieg begonnen hatte, verringerte sich die Chance auf ein Entkommen dramatisch. Nur wenigen gelang jetzt noch die Flucht. Doch diese grausame Entwicklung konnten Joseph und Lilly Strauss nicht vorher sehen, und so bemühten sie sich weiter um ihre Emigration. Lilly erlernte sogar heimlich bei einer Cousine von Frau Eckert die Tätigkeit einer Modistin, da in USA eher die handwerklichen Berufe gefragt waren und weniger die kaufmännischen.
Gertrud (*1934) und Emilie (*1927) Strauss 1939 vor dem Abschied von Hünfeld und der Fahrt mit dem Kindertransport in das weit entfernte und fremde Holland
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Von der "Kristallnacht" bis zur Deportation