Siegmund Spiegel wurde in Dortmund zur Zwangsarbeit herangezogen. Dies schützte die
Familie vorerst vor einer Deportation, denn obwohl inzwischen auch aus dem Ruhrgebiet die
Transporte „nach dem Osten“ begonnen hatten, konnte sein Arbeitgeber, die Firma Sommer,
ihn immer wieder als unabkömmlich retten. Doch es war immer nur eine Rettung auf Zeit.
Siegmund Spiegel versuchte deshalb, für die Familie einen Unterschlupf zu finden. Dann, am
27. Februar 1943, erhielt er die verschleiernde Aufforderung: Sie haben sich zwecks Prüfung
der Arbeitspapiere vormittags, 9 Uhr, am Schlachthof Dortmund zu melden. Nun galt es
schnell zu handeln.
Siegmund Spiegel versteckte sich kurzfristig in Dolberg, bis er mit Hilfe der Familie Siekmann
aus Werne bei der Hubert und Maria Pentrop in Nordkirchen erst einmal Unterschlupf fand.