Fred Speier erzählte den Schülern aus den ersten 18 Jahren seines Lebens als Jude in Niederaula.
Es war ihm wichtig, von dem guten Einvernehmen seiner Familie und seinen Verwandten in
Niederaula mit den christlichen Nachbarn und Dorfbewohnern vor der Hitler-Zeit zu berichten.
Auch mit welcher Selbstverständlichkeit die Juden im Ersten Weltkrieg mitgekämpft haben, war
für ihn von großer Bedeutung. „Mein Vater war länger als 4 Jahre in einem Artillerie-Regiment
im Ersten Weltkrieg in der Nähe von Liege in Belgien im Einsatz“, erzählte er den Schülern. „Von
circa 600.000 deutschen Juden dienten 100.000 unter dem Kaiser. 12.000 sind gefallen. Diese
Zahlen widersprechen den Märchen und Lügen, die die Nazis gerne verbreitet haben, dass die
deutschen Juden sich im Ersten Weltkrieg vom Heeresdienst gedrückt hätten."
Gedenktafel für die
Gefallenen im Ersten
Weltkrieg auf dem
jüdischen Friedhof in
Niederaula
Klick:
Sally Speier, Freds Vater,
als Weltkriegssoldat