Vernichtete Existenz und Neuanfang im Ghetto
Eine Art Judenstern -
"Erkennungsmarke"
mit chinesischem
Schriftzeichen (darf
passieren), die Man-fred stets außerhalb
des Ghettos zu tragen
hatte
Außerhalb des Ghettos mussten wir
eine kleine metallene Marke mit
einem chinesischen Schriftzeichen
darauf am Revers tragen. Ich weiß
nicht mehr so genau, was es auf
Deutsch heißt, jedenfalls sollte uns
dieser Anstecker kennzeichnen als
Juden. Die Japaner waren natürlich
von den Nazis dazu aufgehetzt wor-den, von sich aus hätten sie das nicht
gemacht. Während des Krieges
mussten Juden zwischen 20 und 45
Jahren als eine Art Hilfs-Polizei an
den Ghettoausgängen Dienst tun. So
etwa alle 14 Tage kam ich auch an
die Reihe. Ich bekam eine Armbinde
der PAO CHIA-Polizei und musste
drei Stunden lang als Aufpasser dort
stehen und die Ghetto-Pässe der
Passanten kontrollieren.
kontrollieren und abstempeln.
Manfreds Armbinde als Dienstverpflichteter -
Die Ghettozugänge wurden von der jüdischen
Abteilung der Foreign Pao Chia bewacht