Weltreise ins Exil
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Erste Seite der Schiffskarte für den Dampfer Potsdam, in den Manfred und Theo in Genua auf ihrem Weg ins Exil  zustiegen
  
Unser Schiff kam von Bremen und fuhr in den fernen Osten über Genua, durch den Suezkanal, über Colombo, Singapur, Manila, Hongkong nach Shanghai. Wir stiegen in Genua zu. Die Fahrt wäre im Grunde sehr angenehm gewesen, wenn man nicht wie ein Verbrecher ausgesehen hätte, so geschoren. Wie erwähnt reisten wir ja sogar erster Klasse - notgedrungen. Es waren hauptsächlich Deutsche auf dem Schiff, viele Geschäftsleute, die für große deutsche Firmen arbeiteten und nach China fuhren. Es war ja ein deutsches Schiff. Shanghai war damals ein wichtiger Geschäftshafen, da gab es sehr gute Firmen. Von den Passagieren auf dem Schiff war nur ein kleiner Teil Juden. Im Ganzen flohen damals nach Shanghai ungefähr 20000 Juden aus Mitteleuropa. Man konnte nur deshalb in Shanghai Zuflucht finden, weil es Mandatsgebiet der Briten, Amerikaner, Japaner und der Franzosen war.